Projektkontext
Im Fokus stand die Frage, wie Systemauslegung und Betriebsstrategie der
Energieversorgung einer westafrikanischen Gemeinde mit einem großen
industriellen Verbraucher unter realen Betriebs- und Versorgungsrestriktionen
zusammenwirken.
Ziel war es, die dieselbasierte Stromerzeugung möglichst weitgehend durch
PV-Erzeugung zu substituieren. Gleichzeitig sollte untersucht werden, inwieweit
sich PV-Erzeugung mit Hilfe eines Batteriespeichers in die Abendstunden
verschieben lässt.
Die Energieversorgung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie des
Industrieverbrauchers erfolgte innerhalb eines isolierten
Energieversorgungssystems.
Erkenntnisse
Die Analyse zeigte, dass Systemauslegung und Betriebsstrategie nicht unabhängig
voneinander bewertet werden können.
- Der Erzeugungsüberschuss aus Wasserkraft und PV war zu gering, um den Batteriespeicher primär für Energy Shifting einzusetzen.
- Der wesentliche Mehrwert des Batteriespeichers ergab sich stattdessen aus seinem Beitrag zur Systemstabilität.
Der deutlich anders gelagerte Nutzen des Batteriespeichers hatte erheblichen
Einfluss auf die optimale Speichergröße. Insbesondere zeigte sich, dass die
Leistungsfähigkeit der Batterie wichtiger war als die reine Speicherkapazität,
um PV-Rampen und kurzfristige Laständerungen abzufahren.